Kurz blitzte die Idee auf, den Euro im Stadion des FC abzuschaffen und durch den Millerntaler zu ersetzen und schon brach der Zorn der Fans über ihm zusammen. Ob das heute veröffentlichte Konzept der Zweitwährung, also Euro und Millerntaler gleichzeitig als Zahlungsmittel, von Beginn an so gedacht war oder nun spontan zusammengekloppt wurde, weiss die Anhängerschaft nicht. Mancher wertet das nun als zufriedenenstellenden Teilerfolg während andere trojanische Pferde am Horizont erahnen, die den Euro langsam aus dem Stadion drängen sollen.
Ist diese halbe Währungsreform nun ein Fortschritt? Dies gilt es beim ersten Heimspiel zu ergründen. Mit diesen Begleiterscheinungen wird der Taler es allerdings schwer haben, da man ihm nunmehr keine lauteren Absichten mehr unterstellt, nachdem die Diskussion im Fan-Umfeld bereits geführt wurde. Nun schwimmt das Kind im Brunnen und Caterer und Verein versuchen es herauszufischen, in dem sie schnellere Abwicklung am Bierstand in Aussicht stellen.
Ein Boykott kann man zunächst aussetzen, nicht aufheben. Aber die Abstimmung über den Erfolg wird einige Spiele dauern und Disziplin von Taler-Gegnern erfordern, denn Durst ist schlimmer beim Heimspiel.
Der Euro bleibt uns also erhalten. Sehr schön, wenn auch vom Verein und Förde Show Concept sicher anders gedacht. Diese nun veröffentlichte (Not-)Lösung ist gut, aber ich sehe schon VIP-Bier- und Wurststände nur für Millerntaler-Zahler am Horizont auferstehen.
Würde mir trotzdem einen Konsumboykott beim nächsten Heimspiel wünschen, um einfach zu zeigen, dass wir könnten wenn wir wollten. Sicherlich wird mich aber auch DER DURST übermannen und meine Ideologie im Dunst verschwimmen lassen.
Immerhin habe ich das Gefühl, das wir (Fans) was bewegt haben. Freue mich schon aufs Thema “Umbenennung des Millerntor Stadions”