Eine in Hamburg sicherlich nicht unbekannte Art und Weise sein Geschäft zu verwalten. Das Zitat ist die Reaktion von Heribert Bruchhagen, Vorstandsmitglied der DFL, auf das Kartellamtsurteil zur Bundesligavermarktung. Weiter südlich sah man das oft anders. Natürlich ist wieder einmal die Zukunft des Fußballs bedroht, fürchtet sich der Kicker, weiss aber gleichzeitig schon, dass die Sportschau 2009 nur eine halbe Stunde lang sein sollte. Der Tagesspiel schliesst:
Das Kartellamt hat gar nichts gegen eine lukrative Vermarktung, nur soll der Verbraucher nicht immer der Dumme sein. Profifußball in Deutschland: Hunderte von Millionen Euro gehen aus fremden Taschen an die Profiklubs, ohne dass die Frage nach qualitativer Gegenleistung auch nur gestellt werden darf.
Die alte Frage bleibt, ob Fußball nun ein Geschäftsmodell oder ein Kulturgut ist. Sicher muss Kultur auch finanziert werden – aber nicht um jeden Preis.
Herr Rauball, Herr Rummenigge und ihr anderen Funktionäre: mal locker durch die Hose atmen! Wenn davon gesprochen wird, dass durch die (richtige) Entscheidung des Kartellamts der deutsche Vereinsfussball bedroht ist, dann ist das totaler Quätsch. Einzig bedroht sind die finanziellen Möglichkeiten, die deutschen Ligen für überbezahlte, internationale Superstars attraktiv zu machen. Ja, doof. Geht dann wohl nicht mehr. Tja, Herr Rauball, was nu? Mensch, ich glaub ich hab schon die Lösung, Du: der eigene Nachwuchs! Steckt doch die “paar” Kröten die noch übrig sind in den Nachwuchs. Ja, ok… dann spielt da halt nicht ein Ohrklempner wie Signore Toni sondern z.B. Bernd Hallmackenreuter aus Osterkappeln, aber genau DADURCH bleibt Fussball am Leben und wird nicht zu einem T-Com, Evonik, Allianz-mutiertem Werbe-Zombie, das statt Gehirne, Geld frist… und zwar meins.
So isses. Ist aber gespenstisch, wie diese Herren die Medien im Griff haben. Das Tagesspiegel Zitat ist da eine erfrischende Ausnahme.